Evangelische Stephanus-Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf
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Die Jahreslosung 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst

I
Viel zu früh wache ich am Morgen auf. Die Zunge klebt am Gaumen. Der Rachen ist staubtrocken. Mit aller Anstrengung versuche ich ein wenig Spucke zu sammeln, damit das Schlucken nicht mehr ganz so weh tut. Die Nacht war unruhig. Weil der Tag so anstrengend war. Termine, Probleme, Leistungsdruck, Perfektionszwang. Das trocknet einen im wahrsten Sinne des Wortes aus. Raubt einem jeden Lebenssaft. So fühlen sich Wüstenzeiten an.

 

II
Wüstenzeiten. Die sind dann, wenn das Gehen schwerfällt und Wege in der flimmernden Hitze allenfalls nur noch unklar und verschwommen erscheinen. Wenn kein Wille mehr da ist und keine Kraft zum weitergehen. Wenn Wut und Stress und Frust einem den Rachen austrocknen und böse Gedanken im Kopf Karussell fahren. Wüstenzeiten. Die sind dann, wenn da dieser Durst ist, das Verlangen nach Wasser oder nur nach etwas Spucke, um wieder schlucken und durchatmen zu können.

 

III
Die Bibel erzählt von Menschen, die Durst haben und deren Zungen an den Gaumen kleben. Die im Leben auf dem Trockenen sitzen. Zweifelnd und mutlos. Wüstenzeiten. Sie haben Sehnsucht und Verlangen nach Wasser oder nur nach etwas Spucke, um wieder schlucken, durchatmen und weitergehen zu können. „Und sie kamen nach Elim; da waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume. Und sie lagerten sich dort am Wasser.“ (2. Mose 15,27) Gott schenkt sprudelnde Wasserquellen. Durst wird gestillt.

 

IV
Ein neues Jahr. Aufbrüche will ich wagen, Abschiede bestehen und meinen Mut packen. Will mich erfrischen und auch an zwölf Wasserquellen und unter siebzig Palmbäumen lagern. Wie Johannes in seiner Offenbarung will ich träumen von Wasser, das mir Gott verspricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“. Ich höre seine Worte. Sie sind wie Regen in der Wüste. Plätschernde Wasserworte, die meine Wüstenzeiten überschwemmen und mich blühen lassen.

 

V
Wenn ich am Morgen wieder viel zu früh mit trockenem Mund aufwache, weil der Tag so anstrengend und die Nacht so unruhig war, will ich an diese Wasserworte Gottes denken. Worte des Lebens. Wenn mein Gehen mir schwerfällt und keine Orientierung in Sicht ist, wenn mein Durst mich treibt, dann will ich träumen und sehen und hören: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“. Nimm hin, sagt ER und trink daraus. So viel du brauchst.

 

Ich wünsche Ihnen von Herzen ein gesegnetes neues Jahr mit reichlich sprudelnden Wasserquellen und Palmen in Wüstenzeiten.

Ihr Pfarrer Alexander Heck

(21.1.2018, az)

 

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