Evangelische Stephanus-Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf
Evangelische Stephanus-Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf

Musik im Gottesdienst

"Jauchzet dem Herrn, alle Welt, singet, rühmet und lobet."

 

Diese Worte des 98. Psalms inspirierten Menschen seit der Zeit Christi bis heute dazu, Texte zu vertonen, zu singen und zu spielen. Auf diesen reichen Fundus an Musik kann ich in meiner Arbeit als Kirchenmusiker dieser Gemeinde jederzeit zugreifen. Der Psalm, als musikalische Form, kann dabei wohl zu den ältesten überlieferten Gattungen der Kirchenmusik gezählt werden. Einer meiner Lehrer für Gregorianik während meiner C-Ausbildung in München bezeichnete das Psalmodieren, als "die schönste und ästhetischste Form, das Wort Gottes darzustellen". In diesem Sinne studierte der Stephanuschor auch für Ostern und den Sonntag Kantate Psalmen in deutscher Sprache ein. Denn nicht nur in der Katholischen Kirchen, sondern auch in der kirchenmusikalischen Tradition der Lutherischen Kirche spielt der gesungene Psalm eine wichtige Rolle.

 

In der vergangenen Passions- und Osterzeit lag der musikalische Schwerpunkt auf der Musik des Früh- und Hochbarock. Da es üblich ist, am Karfreitag die Orgel schweigen zu lassen, wurde die Andacht zur Sterbestunde mit einem Ensemble von drei Streichern und einer Truhenorgel untermalt. Diese Gruppe begleitete dann auch den Chor am Ostersonntag, der verschiedene Kanons dieser Zeit sang.

 

Auch unser nächstes großes Projekt soll der Barockzeit entspringen und baut auf dem kirchenmusikalischen Fundus auf. Zum Reformationstag soll die Kantate "Jesu meine Freude" von Dieterich Buxtehude erklingen. Dieses Werk für Streicher, dreistimmigen Chor und Solisten spiegelt einen wichtigen Grundsatz der Reformation wieder, "solo Christo". Neben der Einstudierung der Kantate werden in den Chorproben auch Choräle der Reformation gesungen und über die Verbindung von Wort und Klang in diesen Liedern gesprochen.

 

Entscheidend für mich ist dabei stets die Freude, die Musik bei Musizierenden und Zuhörern gleichermaßen verbreiten und uns Menschen dadurch zusammen führen kann. Ist nicht diese Gemeinschaft in der Musik ein Geschenk Gottes, das selber wieder nach Lob und Dank verlangt? "Jauchzet dem Herrn, alle Welt" jeder nach seinem Vermögen, jeder nach seiner Art, allein zur Ehre Gottes, oder wie Johann Sebastian Bach es schreibt "soli deo gloria".

 

In diesem Sinne wünsche ich noch zahlreiche musikalisch bereichernde Erfahrungen

 

Ihr Alexander Rebetge

(4.6.2017, az)

Hier finden Sie uns:

Ev. Stephanus-Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf

Mühlenstraße 49

14167 Berlin

Rufen Sie einfach an unter

 

030 817 40 88

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ev. Stephanus-Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf